Verletzungen, die im Zusammenhang mit dem Alpinismus entstehen
Sportbedingte Schocksituationen
Obwohl Klettern ein intensiver und spannender Sport ist, besteht immer ein gewisses Risiko. Alle Formen des Kletterns – insbesondere das Klettern an Felsblöcken sowie an Kletterwegen – können zu Verletzungen von Muskeln, Bändern und Sehnen führen. Jede Verletzung muss ernst genommen werden. Wenn man sie ignoriert, verschlechtert sich die Situation nur und es können sogar neue Probleme entstehen.
Subluxation der Schulter

Tendinitis
Beim Klettern werden die Schultern besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt, was zu intensiven Schmerzen führen kann. Kleine Risse in den Sehnen des Rotationsmanschetts können Unwohlsein sowie Muskelschwäche verursachen. Die wiederholten Bewegungen über dem Kopf sowie die Drehbewegungen, die beim Klettern typisch sind, sind die Ursache für dieses Syndrom. Zur Behandlung können Ruhe, Kälte, entzündungshemmende Medikamente sowie orthopädische Unterstützungsmaßnahmen eingesetzt werden. Beim Klettern kann das Fixieren des Handgelenks mit Klebeband dazu beitragen, die Stabilität zu verbessern und das Verletzungsrisiko zu verringern.
Ein Netz aus Bändern und Sehnen stützt jeden Finger und ermöglicht es ihm, sich zu beugen, zu krümmen sowie Gegenstände zu greifen. An der Innenseite der Fingerfläche befinden sich Rollen, die als Schutzhüllen für diese Bänder dienen. Die teilweise oder vollständige Ruptur der Rollen der Beugesehnen ist die häufigste Verletzung bei Bergsteigern [1]; sie verursacht Schmerzen, Unwohlsein, Kribbelgefühle sowie die Unfähigkeit, den Finger zu bewegen.
Da eine Sehnenentzündung besonders lästig sein kann, entscheiden sich viele Menschen dafür, sie einfach zu ignorieren. Diese Haltung verschlimmert jedoch die Verletzung und erhöht das Risiko einer noch schwerwiegenderen Rissbildung. Bergsteiger sollten die richtige Technik beim Absturz anwenden und ihr Training sofort einstellen, sobald sie Schmerzen verspüren, um dies zu vermeiden.
Riss des Rotatormeniskus
Alpinisten nutzen bei ihrem Aufstieg häufig ihre Schultern, um sich hochzuziehen und an den Griffen festzuhalten. Dadurch können Spannungen entstehen – in extremen Fällen sogar Risse in den Muskeln des Rotationsmantels der Schulter. Übermäßige Belastung oder starke Stöße sind die häufigsten Ursachen für dieses Problem.
Zu den Behandlungsmöglichkeiten bei Rissen des Rotatormeniskus gehören Ruhe, Kälteanwendungen, entzündungshemmende Medikamente sowie Physiotherapie. In einigen Fällen kann jedoch eine chirurgische Eingreifung erforderlich sein.
Schmerzen sind bei Bergsteigern häufig, doch es ist wichtig, zwischen einer Verletzung und einem einfachen Unwohlsein zu unterscheiden. Den Berg zu besteigen, wenn man verletzt ist, kann gefährlich sein und das Problem noch verschlimmern. Wenn Sie Schmerzen verspüren, sollten Sie sofort mit dem Klettern aufhören und sich behandeln lassen. Zudem ist es ratsam, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Verletzungen zu vermeiden – insbesondere durch die Nutzung geeigneter Kletterausrüstung, das Vermeiden von Überlastungen sowie eine angemessene Aufwärmung vor dem Aufstieg.
Riss des Meniskus
Die Menisken des Knies, die als Stoßdämpfer fungieren, werden häufig bei Stürzen während Bergsteigungsaktivitäten beschädigt. Diese Verletzungen betreffen in der Regel den seitlichen bzw. den medialen Meniskus. Zu den Symptomen gehören Steifheit, Schmerzen beim Beugen des Knies sowie manchmal ein „Klickgeräusch“, wenn abgerissene Meniskenfragmente in andere Teile der Kniegelenkstruktur eindringen.
Risse im Meniskus, die durch Klettern verursacht werden, können ebenfalls zu Bewegungsproblemen im Knie führen – beispielsweise zu einem Gefühl der Blockade, zu einer „Feststeckung“ des Knies in einer abnormalen Position oder zu einer Schwäche der Gelenkstruktur. Solche Risse können auf verschiedene Weise entstehen und im Laufe der Zeit sich verschlimmern. Läsionen, die sich im inneren, vasculären Bereich des Meniskus befinden, sind schwieriger zu reparieren; Verletzungen an der äußeren Seite des Meniskus hingegen erhalten eine gute Blutversorgung und können sich daher gut verheilen.
Riss im „Palankin“ der Finger
Es ist von großer Bedeutung, alle Verletzungen an den Fingern zu erkennen, die Sie möglicherweise erlitten haben, und den besten Physiotherapeuten auszuwählen, der zu Ihren Bedürfnissen passt. Dadurch können Sie Fehldiagnosen vermeiden und wertvolle Zeit, die Sie dem Klettern widmen, nicht verschwenden.
Die Ringbänder sowie die Rollen stützen die Fingersehnen und verhindern, dass diese sich bei der Beugung der Finger von den Phalangen lösen. Verletzungen an den Rollen können auf Schäden an diesen Bändern zurückzuführen sein. Obwohl Entspannungsübungen, die Anwendung von Kälte sowie das Tragen von Bandagen um das Handgelenk beim Klettern dazu beitragen, solche oft schmerzhaften Verletzungen vorzubeugen, können sie dennoch auftreten.
Glücklicherweise ist eine chirurgische Korrektur nur bei Schäden der Gelenkkugeln (Grad IV) erforderlich. Die meisten Fälle können konservativ behandelt werden – durch die Injektion von Cortison, eine ergotherapeutische Behandlung sowie den Einsatz von Stützklammern. Es ist ratsam, auf die Signale Ihres Körpers zu achten und sofort aufzuhören, sobald Sie Schmerzen verspüren!