Von Cumuluswolken zu Cirruswolken – Die Vielfalt des Himmels entdecken
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8. Altostratus: Der Schleier, der die Sonne verdunkelt

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Altostratus-Wolken befinden sich in der Regel in Höhenlagen zwischen 6.500 und 20.000 Fuß (ca. 2.000 bis 6.000 Metern) und besetzen die mittleren Schichten der Troposphäre. Sie bedecken einen großen Teil des Himmels und erscheinen in Form einer grauen oder graublauen Schicht. Obwohl sie nur schwer zu erkennen sind, sind sie doch dünn genug, um die Position der Sonne durchzulassen – im Gegensatz zu den in niedrigeren Höhen liegenden Stratocumulus-Wolken. Dadurch entsteht ein einzigartiges Lichteffekt, der das Erscheinungsbild der Landschaft unter ihnen erheblich verändern kann.
Diese Wolken gelten als wichtige Indikatoren für Veränderungen in den Wettermustern und bilden sich oft vor Warmfronten sowie starken Stürmen. Wenn eine Warmfront näher kommt, weichen sie in der Regel den Wolken des Altostatus zurück. Anschließend können die Cirrostratus-Wolken dichter werden und zu Nimbostratus-Wolken übergehen, was zu Niederschlägen führt. Für Meteorologen und Wetterbeobachter kann diese Abfolge von Wolkenbildungen wertvolle Informationen über das herannahende Wettersystem liefern.
Die Wassertropfen bilden die Wolken des Hochstatiushaltes; in größeren Höhen oder in kälteren Klimazonen entwickeln sich Eiskristalle. Die Anordnung dieser Kristalle und Wassertropfen ermöglicht es ihnen, erstaunliche optische Effekte hervorzurufen. Das Sonnenlicht, das in diese Wolken eindringt, kann ein Phänomen erzeugen, das als „Krone“ bezeichnet wird – dabei handelt es sich um farbige Ringe, die die Sonne oder den Mond umgeben. Die Lichtbeugung durch die Wassertropfen oder Eiskristalle ist die Ursache für diese „Kronen“.
Die meteorologischen Bedingungen können stark von der Anwesenheit von Altostratus-Wolken beeinflusst werden. Ihre Fähigkeit, weite Teile des Himmels zu bedecken, ermöglicht es ihnen, die Temperaturen insgesamt zu verändern. Tagsüber reflektieren Altostratus-Wolken einen Teil der Sonnenstrahlung ins All, wodurch die Temperaturen an der Erdoberfläche sinken. Nachts wirken sie wie eine Isolierschicht: Sie halten die Wärme in der Nähe der Erdoberfläche zurück und verhindern so, dass die Temperaturen so stark fallen wie bei einem klaren Himmel.
Obwohl sie nicht so auffällig sind wie einige andere Wolkenformen, spielen Altostratus-Wolken eine wichtige Rolle in unserem alltäglichen Wettererleben – sie deuten in der Regel auf den Übergang von klarem Wetter zu stürmischerem Wetter hin. Sowohl professionelle Meteorologen als auch Hobby-Wetterbeobachter sollten ihrer Erscheinung sowie ihrer Entwicklung besondere Aufmerksamkeit schenken, da sie nützliche Hinweise auf die aktuellen atmosphärischen Bedingungen und kommende Temperaturveränderungen liefern können.
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