Von Cumuluswolken zu Cirruswolken – Die Vielfalt des Himmels entdecken
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3. Cirrus: Diese flauschigen Fäden am Himmel

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Oftmals, in einer Höhe von 20.000 Fuß – also weit über der Erdoberfläche – bilden Cirruswolken wunderschöne Muster am Himmel. Die extrem niedrigen Temperaturen in diesen Höhen sorgen dafür, dass diese dünnen, zarten Wolken ausschließlich aus Eiskristallen entstehen. Ihr Name, der von der lateinischen Bezeichnung für „Haarstrang“ abgeleitet ist, spiegelt ihre seidige, leichte Erscheinung perfekt wider; manchmal erinnern sie an Haarsträhnen oder Pferdeschwänze, die sich vom „blauen Himmel“ abheben.
Cirruswolken werden oft als Vorboten der sich ändernden Jahreszeiten angesehen und deuten in der Regel auf klare Wetterbedingungen in naher Zukunft hin. Ihr Auftreten kann jedoch auch auf das Herannahen eines Wetterphänomens hindeuten, das in den nächsten 24 bis 48 Stunden zu Niederschlägen führen wird. Für Meteorologen, die versuchen, diese Veränderungen vorherzusagen, kann die Bewegung der Cirruswolken wertvolle Hinweise auf die Windverhältnisse in großer Höhe liefern – was ihre Arbeit erheblich erleichtert.
Es gibt verschiedene Arten dieser Wolken, wobei jede Art einzigartige Merkmale aufweist. Zum Beispiel verleihen den Cirrus-uncinus-Wolken ihre hakenförmigen Enden ein besonders auffälliges Aussehen. Die Cirrus-kelvin-helmholtz-Wolken entstehen durch Windverwirbelungen und ähneln gefrorenen Wellen, die am Himmel gebrochen sind. Die Cirrus-radiatus-Wolken erstrecken sich in der Regel von einem Horizont zum anderen und sind in parallele Bänder angeordnet.
Das Potenzial von Cirruswolken, erstaunliche optische Phänomene hervorzurufen, ist eine ihrer bemerkenswertesten Eigenschaften. Die komplexe Brechung und Reflexion des Sonnenlichts durch die Eiskristalle, aus denen diese Wolken bestehen, erzeugt faszinierende visuelle Effekte – beispielsweise Halos um die Sonne oder den Mond. Sowohl die wissenschaftliche Forschung als auch die Mythologie haben sich mit diesen Halos beschäftigt, die wie leuchtende Lichtkreise erscheinen.
Die Dynamik der oberen Atmosphäre ist eng mit der Entstehung von Cirruswolken verbunden. Diese Wolken bilden sich in der Regel vor Warmfronten, dort, wo feuchte Luft in großer Höhe plötzlich abkühlt. Die starken Winde in diesen Höhen führen zur Bildung von Eiskristallen, wodurch die Cirruswolken ihr charakteristisches Aussehen erhalten – sie sind dünn und gestreift.
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