Steigt die Freude mit der Höhe?
Die Psychiater behaupten, dass die Fähigkeit des Gehirns, zwischen seinen intellektuellen und emotionalen Bereichen zu kommunizieren, durch die niedrigen Sauerstoffkonzentrationen in großer Höhe eingeschränkt wird. Sie vermuten, dass dies dazu beitragen könnte, die beobachteten Zusammenhänge zwischen der Major Depression, den Suizidraten und dem Leben in großer Höhe zu erklären. Obwohl die Auswirkungen von Stimmungsschwankungen in großer Höhe bereits seit Jahrzehnten Gegenstand von Forschung sind, wurde bislang nichts unternommen, um zu verstehen, warum solche Veränderungen überhaupt auftreten.
1. **Euphorie**

2. Die Depression
Laut Forschungsergebnissen haben Menschen, die in größeren Höhen leben, ein höheres Risiko, an Depressionen zu leiden. Man vermutet, dass dies auf die niedrigeren Sauerstoffkonzentrationen sowie auf die Auswirkungen der Hypoxie auf Emotionen und Stimmung zurückzuführen ist – schließlich wird dadurch der Stoffwechsel von Serotonin gestört, einer Substanz, die eine entscheidende Rolle für das Glücksgefühl spielt.
Laut einigen Studien erleben Männer bei mäßigen Höhenlagen keine chemischen Veränderungen im Gehirn – im Gegensatz zu Frauen, was zu erhöhten Angst- und Verzweiflungsgefühlen führt. Hormone könnten ebenfalls eine Rolle bei diesem Phänomen spielen.
Menschen, die in großer Höhe leben, neigen dazu, Stimmungsschwankungen leichter wahrzunehmen. Diese Schwankungen können im Laufe der Zeit verstärkt werden, insbesondere wenn sie Alkohol konsumieren oder Medikamente einnehmen, die die Atmung während des Schlafs verlangsamen (z. B. Beruhigungsmittel, Sedativa und Schlafmittel).
Glücklicherweise kann eine Depression in großer Höhe durch angemessene Planung und Vorbereitung verhindert werden. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, viel Wasser zu trinken, auf Tabak und Alkohol zu verzichten sowie keine Drogen zu konsumieren. Zudem kann das Atmen der reinen Bergluft vorteilhaft sein. Forschungen haben gezeigt, dass das Einatmen des Duftes von Kiefern die Aggressivität und Melancholie verringert.
3. Angstzustände
Viele Wanderer leiden unter einer dauerhaften, jedoch nur schwach ausgeprägten Angst, die während des gesamten Aufstiegs anhält. Einige Personen erleiden sogar schwere Panikattacken. In solchen Situationen deuten die Symptome darauf hin, dass der Körper mehr Energie verbraucht, als für die Versorgung des gesamten Körpers mit Sauerstoff notwendig ist. Deshalb ist es unerlässlich, sich nicht zu überanstrengen und genügend Wasser zu trinken.
Ihre Stimmung sowie Ihr Glücksgefühl hängen von Serotonin ab – dessen Spiegel jedoch aufgrund einer geringeren Sauerstoffkonzentration abnehmen. Depressionen treten in höheren Lagen häufiger auf als am Meeresspiegel, und dies könnte der Grund dafür sein.
Laut Forschungsergebnissen könnte der Umzug in eine höhere Höhe das Risiko für Verzweiflung, Angstzustände und suizidale Gedanken erhöhen. Es ist jedoch unklar, ob diese psychischen Probleme direkt auf die Höhe selbst oder auf zugrundeliegende biochemische und physiologische Veränderungen zurückzuführen sind. Goodwin ist der Ansicht, dass zukünftige Studien zu diesem Thema hilfreich sein könnten. Sie fügt hinzu, dass Menschen die Unwohlseinssignale, die sie bei Flügen in großer Höhe verspüren, nicht ignorieren sollten.
4. Schläfrigkeit
Eine Erhöhung der Dopaminwerte in großer Höhe verursacht eine kurze Phase des Glücksgefühls. Derselbe chemische Prozess (verknüpft mit Schwankungen der Sauerstoffkonzentrationen), der zu einem Euphoriegefühl führt, senkt gleichzeitig auch die Serotoninwerte – mit Auswirkungen auf Stimmung und Schlaf. Personen, die an Angstzuständen oder Depressionen leiden, sind besonders anfällig für solche Serotoninabfälle.
Obwohl die Ursache für Höhenkrankheit in der geringeren Sauerstoffmenge in großer Höhe liegt, sind sich einige Experten einig, dass auch andere Faktoren zu den Symptomen beitragen können. Diese Symptome können durch Stress, Schlafmangel sowie den Konsum von Alkohol oder anderen beruhigenden Substanzen verschlimmert werden.
Stellen Sie sicher, dass Sie vor jeder Reise in große Höhen eine gesunde Ernährung beibehalten und viel Wasser trinken. Die trockene Umgebung in Colorado kann dazu führen, dass man weniger Hunger verspürt; daher ist es wichtig, regelmäßig zu essen. Vermeiden Sie außerdem Alkohol und Beruhigungsmittel, da diese die Symptome der Höhenkrankheit verschlimmern und die Atmung während des Schlafs verlangsamen. Stattdessen genießen Sie lieber die frische Luft in den Kiefernwäldern oder den Duft der in der Nähe wachsenden Lavendelblüten – diese Düfte haben nachweislich einen positiven Einfluss auf Stress, Verzweiflung und Aggressivität.